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Wenn im September, Oktober oder November plötzlich beschlagene Kellerfenster, feuchte Wände, nasse Böden oder ein muffiger Geruch auftreten, ist häufig nicht ein Wasserschaden die Ursache.
Oft entsteht die Feuchtigkeit im Keller durch Kondensation. Warme und feuchte Aussenluft gelangt in den kühlen Keller, kühlt dort ab und erreicht möglicherweise ihren Taupunkt. Die Luft kann dann den enthaltenen Wasserdampf nicht mehr vollständig halten. Feuchtigkeit schlägt sich an kalten Kellerwänden, Böden, Fenstern oder Rohren nieder.
Die wichtigste Ursache für einen feuchten Keller im Herbst ist der Temperaturunterschied zwischen Aussenluft und Keller. Kellerwände und Kellerböden aus Beton, Mauerwerk oder Naturstein bleiben nach dem Sommer häufig deutlich kühler als die Aussenluft.
Gelangt beispielsweise 20 °C warme und feuchte Aussenluft in einen Keller mit 12 bis 15 °C, kühlt sie dort ab. Je kälter die Luft wird, desto weniger Wasserdampf kann sie aufnehmen. Wird der Taupunkt erreicht, beginnt Wasserdampf zu kondensieren.
Das erklärt, warum ein Keller feucht werden kann, obwohl kein Wasser durch die Wände eindringt.
Warme Luft kann mehr Wasserdampf aufnehmen als kalte Luft. Entscheidend ist deshalb nicht nur die relative Luftfeuchtigkeit, sondern auch die Temperatur der Luft.
Sinkt die Temperatur feuchter Luft bis zum Taupunkt, kann überschüssiger Wasserdampf nicht mehr gasförmig in der Luft bleiben. Er wird zu flüssigem Wasser.
Im Keller zeigt sich das beispielsweise durch:
Das ist einer der häufigsten Gründe für Probleme mit der Kellerfeuchtigkeit im Herbst.
Wird ein kalter Keller bei warmer und feuchter Witterung gelüftet, gelangt Aussenluft mit einem hohen Feuchtegehalt in den Raum. Kühlt diese Luft im Keller ab, steigt ihre relative Luftfeuchtigkeit. Wird der Taupunkt erreicht, kann Kondenswasser entstehen.
Das Kellerfenster zu öffnen, bedeutet deshalb nicht automatisch, dass die Feuchtigkeit aus dem Keller verschwindet.
Ein Keller sollte im Herbst gezielt und nicht einfach möglichst häufig gelüftet werden. Besonders wichtig sind Temperatur und Feuchtegehalt der Aussenluft.
Ist die Aussenluft kühler und trockener als die Kellerluft, kann Lüften sinnvoll sein. Dadurch kann feuchte Kellerluft nach aussen abgeführt werden.
Bei schwüler Witterung, hoher Luftfeuchtigkeit oder feuchtem Nebel kann längeres Lüften dagegen kontraproduktiv sein. Die zusätzliche Feuchtigkeit gelangt dann in den Keller und kann an kalten Oberflächen kondensieren.
| Wetterlage | Empfehlung |
|---|---|
| Kühl und trocken | Gut zum Lüften |
| Kalt und trocken | Gut geeignet |
| Warm und schwül | Keller möglichst geschlossen halten |
| Regen und hohe Luftfeuchtigkeit | Nur gezielt und kurz lüften |
| Feuchter Nebel | Keine längere Lüftung |
Herbstlicher Nebel ist für Kellerräume besonders interessant. Die Luft kann dabei nahezu mit Wasserdampf gesättigt sein.
Gelangt diese feuchte Aussenluft in einen deutlich kälteren Keller, kann sie sich weiter abkühlen und an kalten Oberflächen Kondenswasser bilden.
Bei Nebel sollte deshalb nicht automatisch davon ausgegangen werden, dass geöffnetes Kellerfenster die Raumluft trocknet.
Nicht jede Feuchtigkeit im Keller hat dieselbe Ursache. Bevor Sie Massnahmen ergreifen, sollten Sie möglichst feststellen, ob es sich um Kondensation oder um eindringende beziehungsweise aufsteigende Feuchtigkeit handelt.
| Beobachtung | Mögliche Ursache |
|---|---|
| Feuchtigkeit vor allem im Sommer und Herbst | Kondensation durch feuchte Aussenluft |
| Beschlagene Fenster nach dem Lüften | Kondensation |
| Feuchtigkeit nach starkem Regen | Möglicher Wassereintritt |
| Feuchte Wand vom Boden aufwärts | Möglicherweise aufsteigende Feuchtigkeit |
| Wasser tritt durch Risse oder Fugen ein | Möglicher baulicher Wassereintritt |
Als grobe Orientierung ist eine relative Luftfeuchtigkeit von etwa 50 bis 60 % für viele trockene Kellerräume ein guter Bereich. Die optimale Einstellung hängt jedoch von Nutzung, Temperatur und gelagerten Gegenständen ab.
| Relative Luftfeuchtigkeit | Einordnung |
|---|---|
| 40–55 % | Sehr trocken und für empfindliche Lagergüter günstig |
| 55–60 % | Für viele Kellerräume gut geeignet |
| 60–70 % | Erhöhte Feuchtigkeit – Entwicklung beobachten |
| Über 70 % | Bei längerer Dauer ungünstig für viele Materialien und erhöhtes Schimmelrisiko |
Wichtig ist dabei nicht nur ein einzelner Messwert. Aussagekräftiger ist die Entwicklung der Luftfeuchtigkeit über mehrere Tage.
Ein Hygrometer zeigt die relative Luftfeuchtigkeit und Temperatur im Keller an. Damit lässt sich besser beurteilen, ob Lüften tatsächlich hilft oder die Feuchtigkeit möglicherweise erhöht.
Wer die Feuchtigkeit im Keller dauerhaft kontrollieren möchte, sollte sich nicht allein auf Geruch oder sichtbare Feuchtigkeit verlassen.
Wenn die Kellerluft dauerhaft zu feucht ist, empfiehlt sich ein systematisches Vorgehen.
Prüfen Sie zuerst, ob Kondensation, eindringendes Wasser oder eine andere Feuchtigkeitsquelle vorliegt.
Ein Hygrometer hilft dabei, die Entwicklung der Kellerfeuchtigkeit objektiv zu beurteilen.
Lüften Sie gezielt dann, wenn die Aussenluft tatsächlich trockener ist als die Kellerluft.
Bleibt die Luftfeuchtigkeit trotz richtigem Lüften hoch, kann ein geeigneter Luftentfeuchter für den Keller eingesetzt werden.
Ein Gerät mit Hygrostat kann die Luftfeuchtigkeit überwachen und die Entfeuchtung automatisch steuern.
Ein Luftentfeuchter im Keller ist besonders dann sinnvoll, wenn die Luftfeuchtigkeit dauerhaft erhöht bleibt oder der Keller nur schlecht beziehungsweise wetterabhängig gelüftet werden kann.
Damit ein Luftentfeuchter effizient arbeiten kann, sollte die Luft im Raum möglichst gut zirkulieren können.
Die benötigte Laufzeit hängt von Raumgrösse, Temperatur, Ausgangsfeuchtigkeit und Geräteleistung ab.
Ein stark feuchter Keller kann zunächst über viele Stunden oder mehrere Tage entfeuchtet werden. Danach kann ein Gerät mit Hygrostat die Luftfeuchtigkeit automatisch kontrollieren.
Wie lange der Kompressor tatsächlich läuft, hängt dabei von der Feuchtigkeitsbelastung und den Umgebungsbedingungen ab.
Der Stromverbrauch hängt nicht nur von der elektrischen Leistungsaufnahme des Gerätes ab. Entscheidend ist auch, wie lange der Kompressor tatsächlich arbeitet.
| Situation | Auswirkung |
|---|---|
| Sehr feuchter Keller | Längere Laufzeit zur ersten Entfeuchtung |
| Gerät mit Hygrostat | Automatisches Ein- und Ausschalten |
| Gut geschlossener Keller | Weniger feuchte Aussenluft gelangt nach |
| Fenster dauerhaft geöffnet | Feuchtigkeit kann ständig nachströmen |
Ein muffiger Kellergeruch kann auf erhöhte Feuchtigkeit, feuchte Materialien oder beginnende Schimmelbildung hinweisen.
Besonders Kartons, Textilien, Holz und andere feuchtigkeitsempfindliche Materialien können bei dauerhaft hoher Luftfeuchtigkeit Gerüche entwickeln.
Ein Luftentfeuchter kann die Raumluft trockener halten. Bestehender Schimmel muss jedoch fachgerecht entfernt und die Ursache der Feuchtigkeit beseitigt werden.
| Fehler | Bessere Lösung |
|---|---|
| Keller bei jedem Wetter lüften | Aussen- und Kellerluft vergleichen |
| Fenster bei schwüler Luft offen lassen | Fenster geschlossen halten |
| Feuchtigkeit nur nach Gefühl beurteilen | Hygrometer verwenden |
| Luftentfeuchter bei geöffnetem Fenster betreiben | Raum während der Entfeuchtung möglichst geschlossen halten |
| Bauliche Ursachen ignorieren | Wände, Boden und Abdichtung überprüfen |
Dauerhaft erhöhte Feuchtigkeit kann das Schimmelrisiko erhöhen. Besonders kritisch sind kalte Oberflächen, schlecht belüftete Ecken und Bereiche hinter Möbeln oder gelagerten Gegenständen.
Deshalb sollte die Kellerfeuchtigkeit nicht erst dann kontrolliert werden, wenn bereits sichtbarer Schimmel entstanden ist.
Wenn Kellerwände im Herbst feucht erscheinen, sollte zunächst zwischen Kondensation und baulicher Feuchtigkeit unterschieden werden.
Bei Kondensation helfen ein angepasstes Lüftungsverhalten und gegebenenfalls ein Luftentfeuchter. Dringt dagegen Wasser durch Wände, Fugen oder Risse ein, muss die Ursache des Wassereintritts behoben werden.
Die häufigste Ursache für einen feuchten Keller im Herbst ist Kondensation. Warme und feuchte Aussenluft gelangt in den kühlen Keller, kühlt dort ab und kann bei Erreichen des Taupunkts Kondenswasser bilden.
Deshalb ist richtiges Lüften besonders wichtig. Ein Keller sollte im Herbst nicht automatisch möglichst oft gelüftet werden. Entscheidend ist, ob die Aussenluft tatsächlich trockener ist als die Kellerluft.
Bleibt die Luftfeuchtigkeit dauerhaft erhöht, kann ein geeigneter Luftentfeuchter für den Keller eine zuverlässige Möglichkeit sein, die Raumluft kontrolliert zu trocknen.
Für private Keller und Hobbyräume kann beispielsweise der WDH-520EB (AKTO 521) eingesetzt werden. Für grössere oder stärker feuchte Räume kommt beispielsweise der Fral FDK44 infrage.
Häufig gelangt warme und feuchte Aussenluft in den kühlen Keller. Kühlt diese Luft ab, steigt die relative Luftfeuchtigkeit und am Taupunkt kann Kondenswasser entstehen.
Wenn warme, feuchte Aussenluft in einen kalten Keller gelangt, kühlt sie ab. Dadurch kann die relative Luftfeuchtigkeit stark steigen und an kalten Oberflächen Kondenswasser entstehen.
Ja, aber gezielt. Sinnvoll ist Lüften vor allem dann, wenn die Aussenluft trockener ist als die Kellerluft. Bei warmer, schwüler oder sehr feuchter Witterung kann Lüften dagegen die Kellerfeuchtigkeit erhöhen.
Für viele trockene Kellerräume sind etwa 50 bis 60 % relative Luftfeuchtigkeit ein guter Orientierungsbereich. Entscheidend sind jedoch auch Temperatur, Nutzung und die gelagerten Materialien.
Ein Luftentfeuchter kann sinnvoll sein, wenn die Luftfeuchtigkeit über längere Zeit erhöht bleibt, Kondenswasser entsteht, der Keller muffig riecht oder gelagerte Gegenstände feucht werden.
Das hängt von Raumgrösse und Feuchtigkeitsbelastung ab. Für viele private Keller und Hobbyräume kann beispielsweise der WDH-520EB (AKTO 521) geeignet sein. Für grössere oder stärker feuchte Räume kommt beispielsweise der Fral FDK44 infrage.
Ja. Besonders im Sommer und Herbst kann warme, feuchte Aussenluft in einem kalten Keller zu Kondensation führen. Deshalb sollte das Lüften von Temperatur und Feuchtegehalt der Aussenluft abhängig gemacht werden.
Kondensation entsteht, wenn feuchte Luft so weit abkühlt, dass sie den enthaltenen Wasserdampf nicht mehr vollständig aufnehmen kann. Das überschüssige Wasser schlägt sich dann an kalten Oberflächen nieder.
Dauerhaft erhöhte Feuchtigkeit kann das Wachstum von Schimmel begünstigen. Besonders gefährdet sind kalte Oberflächen und schlecht belüftete Bereiche.
Kontrollieren Sie Temperatur und Luftfeuchtigkeit, lüften Sie nur bei geeigneten Wetterbedingungen und halten Sie den Keller bei sehr feuchter Aussenluft möglichst geschlossen. Bei dauerhaft hoher Luftfeuchtigkeit kann ein Luftentfeuchter helfen.
Ein muffiger Geruch kann durch dauerhaft erhöhte Feuchtigkeit, feuchte Materialien oder Schimmelbildung entstehen. Die Ursache sollte untersucht und die Feuchtigkeit reduziert werden.
Eine Kombination aus regelmässiger Kontrolle der Luftfeuchtigkeit, richtigem Lüften, ausreichender Luftzirkulation und gegebenenfalls automatischer Entfeuchtung kann helfen. Bei eindringendem Wasser müssen zusätzlich die baulichen Ursachen behoben werden.
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